Die neue Samsung Odyssey bei Intervideo

Mal so richtig in fremde Welten eintauchen - Unser Eindruck der vielleicht besten Mixed Reality Brille mit Inside-Out-Tracking

Unbosing: Samsung Odyssey Review

Published on 4. Mai 2018

Written by Sascha Jost

Immersion (lateinisch immersio: „das Eintauchen“, „das Einbetten“) ist das bestimmende Element in der Virtual Reality. Der Grad der Immersion macht den entscheidenden Unterschied. Zwar ist auch ein 360°-Film schon recht beeindruckend, aber eine absolut interaktive Welt mit völliger Bewegungsfreiheit, getunt durch Geruchssensoren, haptisches Feedback, Wind, Regen oder was einem sonst noch einfällt, ist da eine ganz andere Hausnummer.

Je höher diese Immersion, je tiefer also der Nutzer in die fremde Umgebung eintaucht, je mehr ist er Teil des Abenteuers und kann Produktionshallen oder fremde Planeten begehen, neue Produkte inspizieren, am virtuellen Parfüm-Flacon wirklich riechen oder Teil eines Events sein, bei dem eine ganze Gruppe etwas erlebt, was so in unserer Realität niemals möglich wäre, sich dennoch so echt anfühlt und  für einen absoluten Wow-Faktor sorgt!

Bisher waren Systeme, die solchen großen Spielraum bieten, an aufwendige Hardware gebunden, der Aufbau komplex und der Betreuungsaufwand groß. Mit den Mixed Reality Brillen von Microsoft hat sich dies verschlankt und durch die neuen Headsets bieten sich nun Möglichkeiten, die Einsatzzwecke erlauben, die noch weit über bisherige VR-Messe- oder Showroom-Installationen hinausgehen- Der Bereich R&D (Research & Development / Forschung & Entwicklung) sei hier besonders hervorgehoben. Und genau da liegt eine der Kernkompetenzen von Intervideo.

Keine Frage also, dass wir die technische Entwicklung mit großer Neugier verfolgen. Und weil unser Job aufregend ist und uns richtig Spaß macht, sind wir nervös wie Kinder vor dem Weihnachtsabend, wenn ein Produkt auf den Markt kommt, von dem wir uns einen weiteren Sprung nach vorn erwarten.

Wir freuen uns daher sehr, dass es das Samsung Odyssey Mixed Reality Headset nach einer kleinen Irrfahrt aus einem amerikanischen Store endlich in den sicheren Hafen bei Intervideo geschafft hat. Zur Verfügbarkeit in Europa hüllt sich Samsung in vornehmes Schweigen, die Möglichkeiten, die das neue Gadget bietet, machen den Aufwand für den Import aber wieder wett. Die Auflösung der Brille hat der c´t (03/2018) die Aussage entlockt, dass die Odyssey mit ihrer Bildqualität jegliche Konkurrenz aussticht. Das macht uns natürlich neugierig und sorgt für hohe Erwartungen. Mit 1440×1600 Pixel pro Auge schlägt sie die bisher verfügbaren Systeme problemlos. Und das zahlt stark auf das Thema Immersion ein, denn desto höher die Auflösung, desto mehr verschwindet der digitale Eindruck, der bei aktuellen Headsets mit niedrigerer Auflösung dafür sorgt, dass die einzelnen Pixel noch zu stark wahrgenommen werden, Details unscharf sind und die Grenzen der Technologie sichtbar bleiben.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das „Inside-Out-Tracking“. Bei der recht bekannten HTC Vive ist die aufwendige Installation von zusätzlichen Trackern zur Positionsbestimmung notwendig. Die Odyssey verzichtet komplett darauf und bietet durch besagtes „Inside-Out-Tracking“ nahezu die gleiche Bewegungsfreiheit. Damit ist eine Installation innerhalb weniger Minuten möglich und dank starker Gaming-Laptops ist man jetzt wirklich mobil und muss nicht gleich mit einem ganzen Koffer an Equipment auf Tour gehen. Konzipiert wurden die Mixed Reality-Brillen übrigens, um mit handelsüblichen Windows 10-Systemen zu funktionieren. Ob diese hohe Hürde auch bei komplexeren Anwendungen genommen wird, werden unsere Tests in den nächsten Wochen zeigen.

Um das Paket komplett zu machen, hat die Samsung Odyssey Kopfhörer von AKG integriert und ist damit in vielerlei Hinsicht eine Alternative zu Cardboards und ähnlichen Konsorten.

Man merkt es vielleicht: Wir sind bislang von der Samsung Odyssey recht begeistert. Wir setzen derzeit einige VR-Projekte um und sind gespannt, wie sich die Odyssey dort bewährt. Wir werden berichten!

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Sascha Jost Intervideo Filmproduktion

Über den Autor: Sascha Jost

Geschäftsführer. Seit 10 Jahren steuert er erfolgreich bei Intervideo Projekte rund um den Globus. Aus der Ruhe bringt ihn höchstens der Zoll – wenn dort mal wieder Requisiten für einen Dreh hängen bleiben.

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